Legasthenie und Sehen

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Der heutige Wissensstand zum Thema Legasthenie lässt sich in Kürze wie folgt zusammenfassen:

  • Viele Faktoren spielen eine Rolle beim Entstehen einer Legasthenie. Es gibt eigentlich nicht die Legasthenie sondern viele Legasthenien, die bei jedem Menschen individuell unterschiedlich verursacht sind.
  • Falls zusätzliche Belastungen vorliegen, wie zum Beispiel im Bereich Hören und Sehen, wirken diese sich verständlicherweise deutlich stärker aus als bei anderen Menschen.

Das Hören (besser: die phonologische Bewusstheit) hat hier eine besonders starke Bedeutung. Jede Einschränkung in diesem Bereich wirkt sich bereits beim Erwerb der Sprache in den ersten Lebensjahren aus. Wenn es dann in der Schule um das Erlernen der Schriftsprache geht, sind Probleme vorprogrammiert. Verschiedenste Therapieansätze widmen sich der zentralen auditiven Reizverarbeitung.

 

Ähnlich ist es mit dem Sehen. Eine optimale Unterstützung visueller Funktionen kann vor allem beim Lesen helfen, bei der schnellen Erfassung von Text und der Auge-Hand-Koordination. Auch hier werden verschiedene Ansätze verfolgt, Sehfunktionen sehr gründlich zu prüfen und ggf. mit speziellen Brillen oder Trainingsverfahren zu korrigieren. Besonders effektiv ist die Prismenbrille, die dann verordnet wird, wenn das Sehen für das Kind einen zusätzlichen Stressfaktor darstellt.

 

Der zweite Faktor ist die subjektive visuelle Wahrnehmung. Wenn ein Kind die Schrift, die es anschaut, nicht immer auf die gleiche Art sieht, ist ein schnelles Lesen unmöglich:

Wichtig ist es dann, mit speziellen Tests dieser Wahrnehmung auf die Spur zu kommen und danach die genauen Korrektionswerte zu messen, um eine entsprechende Brille anfertigen zu lassen.   

 

 

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Volkhard Schroth www.legasthenie-info.de